Grundsteinlegung für das Holzheizkraftwerk in Chemnitz
Die Bauarbeiten am Standort laufen seit im August 2026. Die Inbetriebnahme ist für das vierte Quartal 2027 geplant.
Heat as a Service über 20 Jahre
Das Holzheizkraftwerk wird mit einer Kesselnennleistung von 31 MW betrieben. Je nach Lastfall liefert die Anlage zwischen 16 und 18 MW Wärme für das Chemnitzer Fernwärmenetz und bis zu 7 MW Strom, der in das öffentliche Netz eingespeist wird. HoSt errichtet, besitzt und betreibt die Anlage im Rahmen einer Wärmeliefervereinbarung (Heat as a Service) mit der eins energie in sachsen GmbH & Co. KG (kurz: eins) über 20 Jahre. Als Investor und Betreiber verantwortet HoSt das Projekt über die gesamte Laufzeit, von Bau und Inbetriebnahme bis zum langjährigen Betrieb. Damit liegt die Verantwortung für Lieferung, Anlagenleistung und Wärmepreis bei einem Partner.
Emissionen deutlich unter den Grenzwerten
Ein hoher Umweltstandard ist ein zentraler Bestandteil des Projekts. Die Anlage verfügt über eine umfangreiche Abgasreinigung und arbeitet mit Emissionswerten, die unter den gesetzlichen Vorgaben liegen. Die NOx-Emissionen bleiben unter 60 mg/Nm³ gegenüber dem gesetzlichen Grenzwert von 200 mg/Nm³. Die kontinuierliche Emissionsüberwachung erfolgt gemäß der 44. BImSchV.
Regionaler Brennstoff für die Fernwärme
Nach der Inbetriebnahme deckt die Anlage rund zehn Prozent des Chemnitzer Fernwärmebedarfs aus regionalen, erneuerbaren Quellen. Als Brennstoff dient naturbelassenes Holz, das nach deutschem Recht als erneuerbar gilt. Rund 90 Prozent des Brennstoffs stammen aus einem Umkreis von etwa 250 Kilometern, aus Waldrestholz, Landschaftspflegematerial und Straßenbaumschnitt.
Roland Warner, Vorsitzender der eins-Geschäftsführung: „Wir freuen uns sehr, dass wir mit Host einen kompetenten und erfahrenen Partner gefunden haben, der dieses Projekt vor Ort umsetzt und von dem wir über einen Contracting-Vertrag Wärme für unser Fernwärmenetz erhalten werden.“
Alexander Teichert, kaufmännischer eins-Geschäftsführer, ergänzt: „Durch den Einsatz EEG-konformer Biomasse wird die Wärmeversorgung unserer Kund*innen schrittweise unabhängiger von fossilen Energieträgern, was sowohl für die Versorgungssicherheit als auch die Preisstabilität vorteilhaft ist.“
Fotos: ©eins